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RV und Kunst
Hallo ihr Lieben,
mir ist aufgefallen, dass einige hier künstlicherisch aktiv sind. Mich würde interessieren, ob ihr die Kunst mit RV kombiniert. Zb. ob ihr nach einer Session eure Eindrücke in einem Kunstwerk verewigt, verarbeitet etc. Ich fände das total spannend und fände die Idee auch schön, wenn ihr eure Kunstwerke mit dem Netzwerk teilen würdet, vllt in der Bildergalerie. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass künstlerisch aktive RVler in der Stufe 3 sehr detailreich die Eindrücke in eine Skizze einzubringen verstehen, was mich immer sehr faziniert, vor allem da ich selbst eher karge Skizzen aufs Papier bringe. Da wäre es interessant, ob und wie sich diese künstlerische Tätigkeit in Sessions auswirkt, wie ihr die Eindrücke wahrnehmt, damit umgeht und ob ihr nach der Session vllt auch Gemälde etc. anfertigt.
Viele liebe Grüße,
Marie
#3
Zeichnen gehört eher in die Stufe 6 und auch erst in der zweiten oder dritten Session, weil sich dann die Eindrücke des Targetortes aufeinander aufbauen und immer stärker/eindeutiger werden. Das 'Time-On-Target' (Gesamtzeit, die man mit einem Ziel verbracht hat, über mehrere Sessions hinweg) ist wichtig und akkumuliert mit der Zeit.
Dann fällt einem das Zeichnen bedeutend leichter.
#5
Ich male, habe aber nie bewusst RV-Targets gemalt oder es versucht. Allerdings habe ich schon gemerkt, dass sich unterbewusste Themen in meinen Bildern Raum schaffen, und sei es auch nur durch die Titel, die ich den Bildern gebe.
Ich finde die Idee aber interessant, eine Session als "Inspiration" zu nehmen.
Obwohl ich als Künstlerin zeichne und male und das auch sehr ernst nehme, bin ich in den zeichnerischen RV Stufen eher schlecht. Wo ich ansonsten ziemlich frei viewe, fällt mir das beim Zeichnen und Malen besonders schwer. Es ist mir sogar unangenehm. Das gleiche berichtet auch der bekannte Viewer Daz Smith, der ja auch Grafikdesigner ist und ein sehr guter Zeichner. Er hatte trotz seiner Zeichenvorliebe und seinem Talent zunächst besondere Schwierigkeiten beim Sketching. Er hat sich aber dahintergeklemmt und sich wohl sehr lang nur auf den zeichnerischen Aspekte des Viewens konzentriert, sodass er am Ende RV-Targets extrem gut zeichnen konnte und bis heute einer der besten RV-Sketcher ist.
Leider habe ich bis jetzt diesen Ehrgeiz nicht. Ich zeichne auch im Gegensatz zu Daz Smith eigentlich nicht sehr gerne ab, sondern zeichne immer eher aus einer emotionalen Haltung heraus, finde es gut, wenn Dinge nicht klar erkennbar sind und stärker abstrahiert.
Meine Stärke liegt glaub ich eher im Erfassen von allgemeiner Stimmung, von Personen und ihren Konflikten und je nachdem auch die Erfassung von Funktionen und dem gewissen Nutzen einer Sache. Wenn in einer Aufgabe steht, es ist gefordert, dass ich eine Struktur zeichnerisch wiedergebe, dann ist das Ergebnis meistens erst recht falsch bzw. verzerrt, weil mich das nicht interessiert und mein Fokus nicht auf äußerlichen Strukturen liegt. Schon gar nicht, wenn es Gebäude mit besonderer Architektur sind oder Dinge, die ich langweilig finde. Bei interessanten Dingen, stimmt dann schonmal vieles. Ich wäre also ein schlechter Spion in diesem Sinne... :)
Meine sprachlichen Begriffe und Formulierungen sind dafür oft sehr präzise und aussagekräftig, ich arbeite auch schriftstellerisch und habe einen großen Spaß an Worten. Vielleicht sind meine Sessions daher eher wort- als bildreich.
Künstlerische Arbeit, egal ob Schreiben oder Malen/Zeichnen, hilft aber immer, um sich frei zu machen und die geistige Haltung einzuüben, die für RV und ähnliche außersinnliche Dinge nötig ist. Vorausgesetzt ich male nicht angestrengt Omas Vase ab, sondern nutze die Kunst intuitiv, schnell und ohne störende Vorstellungen von richtigen Zielen und Ergebnissen. Und auch das Viewen scheint die freie Kunst auf diese Weise positiv zu beeinflussen. Wahrscheinlich ist ein Künstler ohnehin Empfänger ähnlicher Daten, ohne dass es ihm bewusst ist, ist vielleicht sogar zwingend darauf angewiesen.
Allerdings habe ich bis jetzt keine "Rückstände" von Sessions in meine Bilder gepackt. Ich bin jemand, der Viewing und Leben/Alltag/künstlerische Arbeit trennen möchte. Ich würde auch niemals beides an einem Tag machen. Trotzdem kann das Viewen natürlich indirekt Erkenntnisse, Gefühle und Inspirationen bringen und das ist ja schön.
Für viele Künstler ist aber offenbar sinnvoll, dass man sich geeignete Ziele selbst generiert, wenn man beispielsweise Probleme in der Kunst hat, nicht weiter weiß mit einem Bild oder einem Roman oder ähnliches. Das hab ich nun auch getan, der Zufall wollte aber bis jetzt nicht, dass ich diese Ziele aus dem Target-Pool auswähle ;)
Wie gesagt: Irgendwann würde ich gerne eine kleine RV-Ausstellung machen. Es soll hierbei aber nicht um schön gezeichnete Ziele gehen, sondern eher um die metaphorische Darstellung oder Verzerrung des Ziels, also eben nicht um die "reinen" Daten, sondern die Daten, die schon Wertungen und Assoziationen enthalten, wobei ja aber durchaus noch mehr wertvolle Infos drinstecken als die bloße Abbildung eines Ziels. Werd mal schauen, ob ich das noch besser veranschaulichen kann demnächst ;)
Interessantes Thema ... ich selbst male mit Acrylfarben oder Bleistift, habe aber noch nie RV dafür genutzt. Für mich ist die Kunst eher eine Art, Emotionen zu verarbeiten.
Ich schreibe auch sehr gerne Geschichten und habe früher sehr gerne getöpfert. Aber ich hab nicht die "künstlerische Phase" in der dann alles geht, sondern verschiedene Phasen für jede Art von Kunst, die sich abwechseln.
Generell habe ich bei der künstlerischen Arbeit das Gefühl, auf irgendeine Art von außersinnlicher Quelle zuzugreifen. Charaktere in meinen Büchern entwickeln sehr schnell ein Eigenleben und schreiben ihre Geschichte gewissermaßen selbst.
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